Neues Angebot der Polizei Bremen: Queersensible Anzeigenaufnahme
Solidarität beginnt mit Hinschauen und Handeln.
Umso wichtiger ist es, dass Betroffene und Zeug*innen queerfeindlicher Gewalt und Diskriminierung Unterstützung erhalten und ihre Erfahrungen in einem sicheren Rahmen schildern können.
Ab sofort bietet die Polizei Bremen alle zwei Wochen freitags eine queersensible Anzeigenaufnahme in geschützten Räumen im Präventionszentrum Am Wall 195 an.
Dieses Angebot richtet sich an alle, die queerfeindliche Übergriffe oder Diskriminierung erlebt oder beobachtet haben und diese anzeigen möchten — begleitet von queersensibilisierten Polizeikräften und in einem geschützten Rahmen.
Auch eine Beratung oder die Vermittlung an Hilfestellen ist dort möglich, ohne dass zwingend eine Anzeige gestellt werden muss.
Termine und weitere
Infos:
👉 Queerfeindliche Straftaten in geschützten Räumen anzeigen – Polizei Bremen
Wichtig: In akuten Notfällen immer die 110 wählen!
Wir begrüßen dieses Angebot ausdrücklich und möchten Betroffene und Zeug*innen ermutigen, davon Gebrauch zu machen.
Erstellt Mai 2025
Frank
Wer am Nachmittag oder Abend des 2. Advent an einem kleinen Veranstaltungsraum im Bremer Osten vorbeiging und durch die Glasfronten geschaut hat, mag sich gewundert haben. Da sitzen 15 Männer jüngeren bis schon graumelierten Alters zusammen und spielen nicht etwa Skat oder gucken das HSV-gegen-Werder-Spiel im Pay TV, sondern essen Kuchen oder später noch viele herzhafte Leckereien, klönen gemeinsam oder sind auch in ernsthaften Zweiergesprächen vertieft.
Dann singt auch noch einer von ihnen weihnachtliche Klassiker von Frank Sinatra und Elvis, dass man sogar im Vorbeigehen die schöne Baritonstimme mitkriegt und sieht, wie selbst bei den Weihnachtsmuffeln unter den 14 Zuhörern ein Strahlen in die Gesichtszüge gerät. Wer dann weiter um die Ecke des Gebäudes bog und in einem der oberen Geschosse eine Queerflagge erblickt hat, wird vielleicht gedacht haben: Wie schön, dass schwule und bisexuelle Männer heutzutage so selbstbewusst und unverhohlen ihre besondere Art des Lebens und Liebens feiern können!
Für uns drinnen war es ein gelungenes und herzliches Beisammensein, jedenfalls für mich, der ich erst vor wenigen Monaten zu der Gruppe „Ans andere Ufer“ dazu gekommen bin und mich von Anfang an willkommen gefühlt habe. Der einzige Nachteil dieser Adventsfeier war, dass ich mich beim Probieren der vielen mitgebrachten Köstlichkeiten etwas überfuttert hatte.
Es gab davon reichlich, denn tendenziell denkt ja jeder beim Zubereiten seines Büffetbeitrags, er müsse ganz allein für das leibliche Wohl aller 15 sorgen. Luxusprobleme halt.
In unseren Gesprächen wurde aber auch zum Ausdruck gebracht, dass wir uns durchaus bewusst sind, welche Privilegien wir genießen. Seien es der Hunger und Mangel in vielen Teilen der Welt, sei es die anwachsende Verfolgung von queeren Menschen (selbst in Bremen wurden am Vortag zwei sich küssende Frauen in einer Straßenbahn homophob angegriffen, geschlagen und getreten), wir sollten all dies als Antrieb nehmen, aktiv gegen Elend und für Gerechtigkeit einzutreten.
Allen noch ein paar schöne Feiertage (auch den Weihnachtsmuffeln wie mir)!
Erstellt im Dezember 2025
Udo
Mit uns kannst du in Kontakt treten oder einfach zu einem der
Treffen kommen.
Wir treffen uns jeden zweiten Dienstag im Monat.
um 20:00 Uhr im Rat&Tat Zentrum für für queeres Leben.
Trefffpunkt und Eingang:
Am Seiteneingang des Rat&Tat Zentrum für queeres Leben links von der Tür vom Café Kweer (Trans*Café), ab 19:45 Uhr.
Getränke sind eigenständig mitzubringen.
Theodor-Körner-Straße 1, 28203 Bremen
Ansprechpartner:
E-Mail:
